Działdowo (Soldau)


Die Fläche beträgt 11,47km2,es zählt 21582 Einwohner.
Das Stadtwappen zeigt die Heilige Katharina aus Alexandrien mit den Symbolen ihres Märtyrertums.
(Schwert und Folterrad) und Schilde mit rot-weißem Schachbrettmuster. 
Soldau ist Sitz der Kreis- und Stadtämter. Die letzte Ansiedlung entstand im Gebiet der jetzigen Straßen: Strumykowa, Młyńska, Bielnikowa und Górna in der Nähe des alten Neidenlaufs. Am Anfang des 14. Jh. kam hierher der Deutsche Orden, der die Grenzwarte errichten ließ. Zu dieser Zeit wurde auch mit dem Bau der Burg begonnen. Um die Burg herum wuchs eine Siedlung, die am 14. August 1344 zur Stadt erhoben wurde. Die Stadt wurde Soldov-Soldovia genannt, später wurde der Name Dzialdof benutzt. Während des Krieges gegen den Deutschen Orden wurden die Stadt und die Burg am 12. Juli 1410 von den Truppen des polnischen Königs Ladislaus Jagiełło erobert. Während des 13-jährigen Krieges wurde Soldau Mitglied des Preußischen Bundes, aber nach der Beendigung blieb es in den Händen des Deutschen Ordens. Nach der Säkularisation und dem Treuegelöbnis Albrechts (des Fürsten von Ordenspreußen) gegenüber dem polnischen König Sigismund dem I., im Jahre 1525 blieb Soldau in Fürstenpreußen (bis 1525 Ordenspreußen).
Während des polnisch-schwedischen Krieges erlitt Soldau große Schäden.
1656 hielt sich der schwedische König Karl der X. Gustav in der Burg auf, wo er fremde Gesandtschaften empfangen hat. Im 17. und 18. Jh. entwickelte sich hier das Handwerk. Früher war die Siedlung durch Vieh- und Fischmärkte bekannt.
Seit 1723 hatte die Stadt eine Reitpost, die Polen mit Litauen verband. In der 2. Hälfte des 19. Jh. Wurden Eisenbahnlinien gebaut. Die Züge fuhren zwischen Malbork (Marienburg) und Mława (Mielau) (1878), nach Grudziądz (Graudenz)(1887) und ein Jahr später nach Olsztyn (Allenstein).
Im 1. Weltkrieg wurde Soldau von russischen Truppen erobert, bombardiert und unter Feuer genommen, deshalb wurde es sehr zerstört. Noch während des Krieges wurde mit dem Wiederaufbauprogramm angefangen, wobei die preußische Regierung und die Zwillingsstadt Charlottenburg aus dem Reich ihre Unterstützung angeboten haben. Am 17.Januar 1920 (offizielles Stadtfest) wurde Soldau Polen angeschlossen.
In der Zwischenkriegszeit wurde die Stadt zum Zentrum des Polentums, dessen Aufgabe es war, die Bevölkerung im Kreis zu repolonisieren und auf die Masuren einzuwirken.
Am 2. September marschierten deutsche Truppen in die Stadt ein. In der ehemaligen Kaserne entstand zuerst ein Lager für Kriegsgefangene und später ein Konzentrationslager.
Nach dem Einmarsch der sowjetischen Truppen, am 18. Januar 1945, wurden hier Polen festgehalten und hingerichtet. Nach dem 2. Weltkrieg, in der Zeit der sog. Volkspolens entwickelte sich hier Wirtschaft und Infrastruktur, die Bevölkerung nahm sehr zu.